BPPA CANNES 2009: DAVID PLOUFFE, CAMPAIGN MANAGER FOR OBAMA

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David Plouffe ist der Mann der, wie er stets betont, gemeinsam mit dem Obama die fast 1 Milliarde US-Dollar teuere Wahlkampagne entwarf und steuerte. Die wichtigsten Erfolgsfaktoren der Kampagne laut Plouffe waren: Grassroots und Digital. Mit Grassroots beschreibt er die Mobilisierung von 1,5 Millionen ehrenamtlichen Helfern, die bei Wind und Wetter ihre Nachbarn, Verwandten, etc. per Hausbesuche von der Wahl überzeugten. Über digitale Medienkanäle zu werben war anfangs eher aus der Not geboren, denn man hatte anfangs überhaupt kein Geld für die Kampagne, also war das Internet der günstigste Weg. Durch Web 2.0 und die ganzen social-sharing Plattformen gelang es Plouffe und seinem Team überall zu sein, „we wanted to be in every space.“ Aus deutscher Sicht fand ich Davids Erklärung zur Deutschlandreise beeindruckend. Er schickt voraus, dass eine Auslandsreise während eines Wahlkampfes Grundsätzlich ein Drahtseilakt ist, weil man dem in der Heimat gebliebenen politischen Gegner eine Angriffsmöglichkeit bietet. Plouffe und Obama fanden heraus, dass wenn man ins Ausland geht, es nur Deutschland sein kann. Der Deutsche gilt in den USA als erzkonservativ und begeisterungsunfähig. 200.000 Fähnchenschwingende Deutsche in Berlin waren deshalb das beste Argument um die Amerikaner von Obamas politischen Qualitäten zu überzeugen. Irgendwie fühl ich mich jetzt ein wenig benutzt, bin aber von der strategischen Denke begeistert.
Hier ein kurzer Film über die Kampagne:

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