Draftfcb über Kreativität

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Die Wissenschaft der Kreativität ist das Thema des Draftfcb Seminars. Das Institut der Entscheidungsfindung erabeitet Wissen über das Verhalten der Menschen im Zusammenhang mit Entscheidungen. Strategische Problemlösung und kreative Intuition haben, so wird vermutet, mehr gemeinsam als man bislang annimmt.

Der Moment der Intuition ist kurz und unmittelbar. In besonderen Situationen hat man den Zugang zum Universum der Möglichkeiten und kann die Dinge klar vor sich sehen. Wissenschaftlich gesehen werden messbar bestimmte Gehirnregione aktiv, wenn man spontane Problemlösungen entwickeln muss. 30 Millisekunden vor einer Aussage wird dieser Bereich des Gehrins aktiv. Messbare Alphawellen können Wissenschaftlern anzeigen, ob man unmitelbar davor ist eine Intution zu haben… und das geht nur wenn man entspannt ist und wenn Lärm des Lebens einen nicht ablenkt.

Der Schlüssel ist also Entspannung… zurücktreten… duschen, spazieren gehen, eben Dinge die man gerne tut. Auch Farben in Räumen können positive Effekte haben, so schneiden in Tests blaue Räume besser ab als etwa rote. Kreativität ist aber immer ein pluraler Prozess. Es gibt keine universellen Regeln. Das “Feeling of Knowing” ist aber eine nachweisbare Tatsache als Quelle der Inspiration… das Feeling of Knowing ist als akkurate Technologie einsetzbar, denn man weiß intuitiv ob man eine Aufgabe lösen kann oder nicht.

Kreative Probleme sind dabei besonders und es empfiehlt sich sich nicht zu verkrampfen, wenn man nicht das Gefühl hat, auf dem richtigen Weg zu sein… dann muss Ablenkung her… Laufen, Duschen, was auch immer. Und wenn man auf dem Weg ist… unbedingt dranbleiben… auch wenn es eine lange Nacht wird… der “go with the flow”. Briefings sollte man so kurz und wie möglich verfassen um die Aufgabe im Gehrin zu kanalisieren und den Intuitionsprozess mit konkreten Problem zu beschäftigen. Probleme werden heute immer komplexer… heute gewinnt man nur mit der Kraft der Gemeinschaft… nur mit Teamwork wird die heutige Welt bewegt.

Die Zeit der Einsteins und Einzelkämpfer ist vorbei. Ideenentwicklung und Brainstorming-Untersuchungen haben ergeben, dass Teams die sich zu lange kennen bei der Ideenentwicklung genau so schlecht funktionieren wie Teams, die sich gar nicht kennen. Die Mischung aus eingespielten und neuen Teammitgliedern bringt die besten Ergebnisse. Gerade auch wenn Leute involviert werden, die nicht voll im Thema sind. Einige Firmen nutzen dies und posten einige ihrer schwersten Probleme online… Aufgaben, die sie selbst mit ihren Experten nicht lösen können. Etwa 60-70% dieser Probleme wurden dann von Outsidern gelöst. Leute die verstehen worum es geht, aber nicht durch Fachwissen blockiert sind. Outsider einzuladen ist daher hocheffizient. DraftFCB macht das als Agentur systematisch etwa 50 mal im Jahr… und das mit großem Erfolg. Brainstorming funktioniert oft nicht… weil man sich dagegen blockiert und zu nett miteinander umgeht. Konkrete Aufgaben und harte Kritik aneinander sind der Schlüssel zu Qualitat und Kreativität. Pixar macht jeden morgen ein Meeting bei dem alles zersäbelt wird was nicht perfekt ist… so wird die Kreativität und Qualitat gesichert. Fehler zu machen ist immer erlaubt, sie müssen aber hart und offen besprochen werden, um gemeinsam mehr als ein Mittelmaß erreichen zu können. Als Fazit bleibt wohl zu sagen: Kreativität ist kein Zufall sondern harte Arbeit und Auseinadersetzung, die mithilfe von bewussten Strategien gefördert werden kann.

Via stuttgart-canneslions

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