Malcolm Gladwell: Lieber Dritter als immer nur Erster

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„Es ist besser der Dritte als der Erste zu sein.“ Das war die These des inspirierenden Vortrags von Malcolm Gladwell heute morgen auf dem Cannes Lions Kreativitätsfestival.

Der Journalist und Beststellerautor von Büchern wie Tipping Point (2000) und Blink (2005) erklärte sehr bildhaft, weshalb wir unsere Innovationsfixierung ändern müssen.

Die Hauptkritik in seinem Vortrag ist, dass wir glauben, dass nur in der Innovation von Neuem Wachstum steckt und dass man deshalb versuchen muss, immer der Erste zu sein. Wir vergessen dadurch Bestehendes zu hinterfragen und zu verbessern. Dabei sind fast alle großen Unternehmer unserer Zeit nicht Erfinder, sondern Optimierer. Steve Jobs von Apple zum Beispiel erfand weder die Maus (Xerox), den MP3-Player (Sony) oder das Smartphone (Nokia), er nahm nur bestehende Technologie, veränderte das Design und machte die Produkte relevant für die Märkte. Das gleiche taten die Google Gründer Larry Page und Sergey Brin und auch Mark Zuckerberg von Facebook.

Zusammengefasst ist das Fazit von Gladwells Analyse, dass es ein Ungleichgewicht gibt und dass wir von der Innovationskultur hin zu einer Optimierungskultur uns entwickeln müssen. Wenn wir uns stärker darauf konzentrieren würden und wir nur einen Teil der Gelder, die für Innovationen bereit stehen, in Optimierungen investieren würden, wäre Vieles erfolgreicher.

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