Neue Bildschirme für Kommunikation

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Was haben Sie heute Morgen als erstes angefasst? Ihren Partner, sich selber oder Ihr Handy?
Diese Frage stellten Richard Dunmall (Microsoft) und Simon Bond (BBDO) heute Morgen auch uns Delegierten der Cannelions aus Stuttgart. Neben uns übrigens auch noch etwa 1500 anderen Teilnehmern aus aller Welt und ein erstaunlich großer, vielleicht auch schon erschreckend großer Teil der Anwesenden hatte als erstes sein Handy in der Hand. So auch ich, denn zum einen sind wir in Cannes, meine Frau grad in Tschechien und zum anderen nutze ich mein iPhone als Wecker.

Diese schlichte Episode wirft aber eine interessante Frage auf: Welches Verhältnis haben wir zu unserem Telefon, zum Tablet, Computer oder Fernsehen? Und welchen Einfluss hat die Art des Bildschirms darauf, wie wir Informationen aufnehmen und bewerten.

Richard Dunmall und Simon Bond zeigten an dieser Fragestellung auf, wie Werbung und Kommunikation zukünftig noch stärker auf den Nutzer ausgerichtet werden sollen, denn die Art des Bildschirms hat Einfluss auf die Akzeptanz der Botschaft beim Rezipienten.

TV – Der Freund der Familie!
Fernsehen ist gelernt, leicht zu konsumieren, bringt Entspannung und Unterhaltung für die ganze Familie. Insbesondere in Europa und den USA vertrauen wir den Nachrichten und Informationen aus dem Fernsehen. Noch mehr, wenn wir über 45 Jahre alt sind. In Russland, China oder auch arabischen Ländern ist das anders, da die Regierung zum Teil großen Einfluss auf die Kommunikation nimmt.

Der PC – Der Lehrer
Wir nutzen den Computer zur Informationsbeschaffung, natürlich auch für andere Dinge, aber er steht für unabhängiges Wissen, vor allem bei Menschen unter 30. In Russland, arabischen Ländern, Indochina u.a.m. steht der PC für unabhängige und freie Informationsbeschaffung.

Das Handy – Der Liebhaber
Das viele Menschen morgens als erstes ihr Handy in die Hand nehmen sagt einiges zum Verhältnis. Das Handy ist uns nah, so nah, dass wir es am Körper tragen und immer verfügbar haben. Es ist unser persönlicher Problemlöser. Aus dem Grund ist das Handy nicht gut für vordergründige Werbung geeignet. Es scheint, als wollten wir von unserem Lieblingsgerät nicht enttäuscht werden, was Werbung durch uneinlösbare Versprechen ja mitunter tut.

Das Tablet – Der Magier
Das Tablet steht für eine neue Art des digitalen mobilen Lebens. Es ist groß genug, um ein Buch oder eine Zeitschrift digital anzubieten, aber eben nicht nur ein Buch, sondern potentiell alle Bücher der Welt, dazu noch Fotos, Filme etc. Und das Ganze in einer neuen, mobilen und stets verfügbaren Form. Wie Apple sagt: a magic device.

Das Wissen um die Funktion und das Verhältnis des Konsumenten zu seinen “Devices” und “Screens” wird zunehmend wichtig, um Botschaften oder Werbung erfolgreich beim Nutzer zu platzieren. In Zukunft reicht es also nicht eine Botschaft zu produzieren und diese in alle Kanäle auszuspielen.

Via Stuttgart-Canneslions

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