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DNA als Speicher – erklärt von Prof. Dr. Robert Grass

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Aufgrund des exponentiellen Wachstums der Digitalisierung entstehen immer mehr Daten. Bereits für das Jahr 2023 wird ein einzelner Mensch Studien zufolge circa 1,5 GB Daten pro Tag generieren. Autos, die autonom fahren senden und empfangen jede Millisekunde Bilddaten von der Cloud, Fachleute erwarten hier ca. vier Terabyte Daten pro Fahrzeug und Tag! Diese gigantischen Mengen an Daten müssen irgendwo gespeichert werden, deshalb sind Wissenschaftler auf der ganzen Welt damit beschäftigt, Verfahren zu entwickeln, um auf kleinerer Fläche und vor allem dauerhaft Daten zu speichern.

Ein völlig neues Speicherverfahren stellte mir auf der MeConvention in Stockholm Prof. Dr. Robert Grass von der ETH Zürich vor: DNA speichern! 

Was wie Jurassic Park klingt, scheint tatsächlich möglich. Nachdem durch Sequenzierung DNA in vier Bestandteile entschlüsselt wurde, haben Wissenschaftler vor einigen Jahren die Möglichkeit entwickelt synthetische DNA zu generieren. 

DNA ist ein unglaublich komprimierter Speicher. In nur einer einzigen Körperzelle, die mikroskopisch klein ist, sind über 3 GB an Daten gespeichert. An der ETH in Zürich ist es nun gelungen digitale Daten, also Einsen und Nullen in DNA-Code zu übersetzen und über die Herstellung von synthetischer DNA eben diese Daten als DNA zu speichern. 

Wie das genau funktioniert und was damit in naher Zukunft möglich ist, erklärt Prof. Dr. Robert Grass im Interview.

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