Wenig Glück mit neuer Baden-Württemberg Kampagne

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Eine Folgekampagne auf eine sehr erfolgreiche Kampagne zu entwickeln ist eine sehr undankbare Aufgabe. Alle vergleichen die neue Arbeit mit der vorangegangenen. Scholz & Friends scheiterten, als sie auf Jung von Matt beim Kunden Saturn folgten und nicht annähernd den Erfolg von „Geiz ist Geil“ erreichen konnten. Umso befriedigender ist es vermutlich für Scholz & Friends zu sehen, wie die Agentur Zum goldenen Hirschen wiederum als Nachfolgerin bei der Kampagne für Baden-Württemberg kreativen Schiffbruch erleidet. Die vollmundig als „Landeskampagne 2.0“ angekündigte Folgekampagne auf „Wir können alles, außer Hochdeutsch“ ist mutloser, durchschaubarer Werbequatsch wie man ihn sonst nur von Waschmittelwerbung kennt. Der Spot scheitert anhand aller Merkmale erfolgreicher Werbung. Weder ist er überraschend, noch nachvollziehbar in seiner Message. Das Ergebnis einer Marktforschungsstudie, dass in Baden-Württemberg die glücklichsten Deutschen leben, reicht nicht als Botschaft aus, da diese nicht allgemein bekannt ist und so nicht als wahr nachvollzogen werden kann.

Vor allem aber die große Sympathiewelle, welche die Vorgängerkampagne aufgebaut hatte, wird hier mit der zu überheblich formulierten Behauptung, dass in Baden-Württemberg die glücklicheren Menschen leben, niedergerissen. Bleibt zu hoffen, dass aus der Sympathiewelle für Baden-Würrtemberg, kein Tsunami gegen das Land wird.

Laut Fachmedien soll die Kampagne über digitale Kanäle gestreut werden. Dann wird es wohl nicht all zu lange dauern, bis die Agentur und die Verantwortlichen des Landes ihr Feedback 2.0 erhalten und den Mist abschalten.

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